"Permakultur, Kreislaufwirtschaft, bio-veganer Anbau "

 

 

Mitte der 60er, in einem kleinen Ort in der Kalkeifel(Sackeifel)geboren, kommt man unweigerlich in direkten Kontakt mit der Natur. Man staut Bäche, sammelt Nüsse und Beeren und melkt Kühe und füttert die Hühner usw...oder sammelt seltene und edle Steine, welche man dann mit Gleichgesinnten und hoher Begeisterung, im Ort von Tür zu Tür feil bietet....deren ideeller hoher Wert von den Ureinwohnern aber fataler Weise nicht erkannt oder gar honoriert wird...na ja, einen Versuch war es allemal wert. Vielleicht infiziert man sich bei diesen Aktivitäten ja mit einem Virus, welcher nach der Jugend viele Jahre unerkannt in einem schlummert...Belege habe ich dafür keine - aber Gegenteiliges hat mir bisher auch noch Niemand bescheinigen können.

So brach also der ominöse Virus erst viele Dekaden nach der Infektion aus - anfangs noch eher unbemerkt. Man geht mal frische Luft schnappen, wenn es nicht regnet, oder die Sonne zu arg scheint...Frische Pilze sind lecker und wenn man schon zufällig welche kennt und findet, schleppt man die Organismen halt mit nach Hause. Ein Gartenbuch hat jeder ernsthafte Gärtner - warum sollte ich mir keines gönnen - auch ohne Garten. 

Wenn man schon an die Luft geht, kann ein Rucksack nicht schaden...da kann man so viele Sachen reinpacken. Proviant geht natürlich auch und verlängert den Frischluftimpuls deutlich. Eine Taschenlampe gegen die Dunkelheit - warum nicht! Ein Fotoapperat, sorry Digitalkamera kostet nicht viel und ist handlich und ein guter Wegbegleiter.

Die Distanz zur Natur und den einfachen Dingen, die sich über lange Zeit aufgebaut hatte...ist plötzlich verschwunden. Literatur hilft die riesigen Lücken zu füllen, welche die Ignoranz über lange Zeit gerissen hatte. Wenn man im Frühjahr eine Stelle aufsucht, wo im Sommer eine schöne und schmackhafte Pflanze stand, weil man diese Pflanze wiedersehen(aber auch essen)möchte, dann ist die Infektion nicht mehr einzudämmen. Essbare Wildpflanzen bietet die Eifel in Hülle und Fülle. Und wegen der sauberen Luft auch von sehr-guter Qualität.   

Jagen und Sammeln - was will man mehr!? Vielleicht eine Ernte ohne diese ständige Hatz? Diese Quälerei mit Rucksack bei Wind und Wetter von Berg zu Tal und wieder zu Berg - man wird ja nun nicht jünger....eine Hängematte am Bach hat auch ihren Charme. Bräuchte man halt noch einen Bach und ein paar Bäume zum Befestigen und ein Grundstück mit Garten, wo das alles seine Heimat findet. 

Wie bei allen guten Geschichten geht da wenig ohne gute Feen, nette Wichtel oder ein großes Vermögen. Mit dem Vermögen war nicht zu rechnen. Zwar hatte ich an der Börse gelernt aus einem kleinen Vermögen ein noch kleineres zu machen - weiter war ich diesbezüglich allerdings noch nicht gekommen.... und die kleinen Wichtel hatten wohl Urlaub. So brauchte es die gute Fee aus Köln, die gerade etwas Kleingeld brauchte. Vielleicht war es auch Mitleid - oder Ahnugslosigkeit. Egal, 2011 wechselten 5.000m² den Besitzer und aus dem Jäger und Sammler sollte alsbald ein sesshafter Gärtner werden. Fehlte halt noch der Garten.....   

Fortsetzung folgt

 

in Siegerpose nach dem Prix de Champs auf Ronja - Juli 2017

 

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